Mit Verkehrsfreigabe der Strecke 67, Teil der heutigen BAB A9, von Eisenberg bis Lanzendorf versah eine Straßenmeisterei in Hermsdorf/Thüringen ihren Dienst. Sie war unmittelbar an der Anschlussstelle Hermsdorf-Süd, zwischen dem Ast der Aus-/Einfahrt und der Richtungsfahrbahn München angelegt worden. Wegen seines Waldreichtums wird das Gebiet um das Hermsdorfer Kreuz auch als das "Holzland" bezeichnet. Dementsprechend wurden die Bauten der Straßenmeisterei nicht vorwiegend in Stein, sondern in Holz ausgeführt. ![]() Bild 1: Gebäude der AM Hermsdorf.
![]() Bild 1a: Gebäude der AM Hermsdorf. Die Ausrichtung der Fenster geht genau auf die Dreiecksinsel der Ein-/Ausfahrt zu. Welche Aufgabe dieses Häuschen hatte, ist unbekannt.
Im Zuge der Verbreiterung der BAB A9 von 2 x 2 auf 2 x 3 Fahrstreifen je Richtungsfahrbahn wurde die Anschlussstelle III. Klasse nach Süden hinter das Ü-Bauwerk der Landstraße L 1073 versetzt. Das Gelände der Straßen- später Autobahnmeisterei Hermsdorf einschließlich des Bereichs der alten Anschlussstelle wurde umgewidmet. Es dient heute einem privatwirtschaftlichen Unternehmen als Standort. ![]() Bild 2: Das Dienstgebäude der AM Hermsdorf. Ansicht von der Hofseite
![]() Bild 2a: Das Dienstgebäude der AM Hermsdorf. Rückwärtige Seite, zur Ein-/Ausfahrt gerichtet.
![]() Blick über den zentralen Hof zur Streugut- und der sich rechts anschließenden Wagenhalle. Die Tore der Halle sind nicht mehr jene aus der Erbauungszeit.
![]() Ein Lagerschuppen, wahrscheinlich für Kleingeräte.
Lt. B0173541, S. 196, stehen die Gebäude der ehemaligen Straßen-/Autobahnmeisterei seit 1994 unter Denkmalschutz. Genaue Angaben zur Straßenmeisterei, wann die Verlegung der späteren Autobahnmeisterei Hermsdorf/Th. zur BAB A4 an die Anschlussstelle Hermsdorf/Th.-Ost erfolgte, sind gegenwärtig noch nicht bekannt. Bei Vorliegen solcher Informationen werden diese hier nachgetragen. 1 Kurze, Bertram: Reichsautobahnen in Mitteldeutschland, 2014. Die Angaben haben als Quelle: Neue Leipzger Zeitung v. 5.1.1939; ThHStA, Bestand MDI, C, Nr. 243
Text und alle Fotos: © H. Schneider, 7/2016
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Schrifttum, Informationen, Karten:
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